Unruhiger Herbst: Warum wechselhaftes Wetter den Energieverbrauch steigen lässt

21. August 2025

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Wissenswertes , Freizeit

Die klassischen Jahreszeiten verlaufen immer seltener nach dem gewohnten Schema. Gerade im Herbst sind spontane Temperaturstürze oder ungewöhnlich warme Phasen hierzulande eher zur Regel als zur Ausnahme geworden. Diese Schwankungen beeinflussen nicht nur das persönliche Wohlbefinden, sondern auch den Energieverbrauch spürbar.Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Die Übergangsmonate September bis November weisen inzwischen deutlich mehr Tage mit starken Temperaturwechseln auf als noch vor 30 Jahren. Die Folge besteht darin, dass die Heizsysteme öfter und unregelmäßiger reagieren. Diejenigen, die sich in ihrem Heizverhalten bislang am Kalender orientiert haben, sollten heute genauer auf das Tageswetter achten. Energieverbrauch steigt durch unvorhersehbares Wetter Sobald die Temperaturen nachts unter zehn Grad fallen, wird in vielen Haushalten zum ersten Mal geheizt selbst dann, wenn es tagsüber noch mild bleibt. Der Energieverbrauch steigt damit nicht gleichmäßig, sondern sprunghaft an. Betroffen sind davon besonders ältere Gebäude mit schlechter Dämmung oder manuell geregelten Heizsystemen.Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft lagen die spezifischen Heizverbräuche im Herbst 2023 über dem Mittel der Vorjahre. Auch der Verbrauch fossiler Brennstoffe blieb trotz milder Gesamtbilanz erhöht. Der Grund dafür liegt vor allem in kurzfristigen Kälteeinbrüche. Diese Unregelmäßigkeiten erschweren nicht nur den Alltag, sie bringen auch Unsicherheit in die Haushaltskasse. Gerade für Familien oder Menschen mit geringem Einkommen kann es daher sinnvoll sein, sich zu ihren saisonalen Ausgaben beraten zu lassen. Diejenigen, die einen Finanzberater in der Nähe finden, können gemeinsam mit diesem individuelle Möglichkeiten entwickeln, um Rücklagen und Energieaufwand besser aufeinander abzustimmen. Verbrauchsverhalten und Komfortanspruch Nicht nur das Wetter beeinflusst den Energieeinsatz, auch der persönliche Umgang damit ist entscheidend. Studien des Umweltbundesamts zeigen beispielsweise, dass die individuelle Wohlfühltemperatur eine große Rolle spielt. Viele Menschen drehen bereits bei 19 Grad Außentemperatur die Heizung auf. In Kombination mit feuchter Luft oder Wind fühlt sich die Wohnung dann kälter an selbst dann, wenn objektiv noch gar kein Heizbedarf besteht.Zusätzlich wird im Herbst wieder mehr Zeit zu Hause verbracht. Die Kochzeiten verlängern sich, es wird mehr geduscht, Licht und Unterhaltungselektronik laufen länger. Der gesamte Energiebedarf verlagert sich also bereits im September zurück in den Innenraum selbst bei noch vergleichsweise moderaten Wetterverhältnissen. Spürbarer Effekt durch kleine Änderungen Diejenigen, die schon frühzeitig auf die witterungsbedingten Besonderheiten des Herbstes reagieren, können dadurch viel erreichen. Laut Empfehlungen der Deutschen Energie-Agentur lassen sich durch korrekt eingestellte Thermostate bis zu sechs Prozent Heizkosten einsparen. Auch das regelmäßige Entlüften von Heizkörpern und das Anpassen der Nachtabsenkung wirken sich positiv aus.Die Dichtungen an Fenstern und Türen zu kontrollieren ist ebenfalls hilfreich. Gerade bei starkem Wind geht durch schlecht isolierte Bereiche unbemerkt schnell viel Energie verloren. Wer sich zudem mit dem eigenen Verbrauch aktiv auseinandersetzt, zum Beispiel mithilfe digitaler Messgeräte, bekommt generell ein besseres Gefühl für die Zusammenhänge zwischen Außentemperatur, Raumklima und tatsächlichem Verbrauch. Flexibilität zahlt sich aus Der Herbst verlangt heute vor allem Anpassungsfähigkeit nicht nur im Hinblick auf die Kleidungsauswahl, sondern auch im Umgang mit Energie. Je unvorhersehbarer das Wetter, desto wichtiger wird ein bewusster Blick auf die eigenen Verbrauchsmuster und die damit verbundene Kostenentwicklung. Es geht nicht darum, auf Komfort zu verzichten, sondern darum, die Ressourcen möglichst sinnvoll einzusetzen.Wer den Energieeinsatz an das reale Wetter statt an Gewohnheiten koppelt, statt sich auf feste Routinen zu verlassen, spart viel Geld und gestaltet gleichzeitig den herbstlichen Alltag wesentlich entspannter.

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Unruhiger Herbst: Warum wechselhaftes Wetter den Energieverbrauch steigen lässt

Wiesbaden | 21. August 2025 | 15:02

Die klassischen Jahreszeiten verlaufen immer seltener nach dem gewohnten Schema. Gerade im Herbst sind spontane Temperaturstürze oder ungewöhnlich warme Phasen hierzulande eher zur Regel als zur Ausnahme geworden. Diese Schwankungen beeinflussen nicht nur das persönliche Wohlbefinden, sondern auch den Energieverbrauch spürbar.Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Die Übergangsmonate September bis November weisen inzwischen deutlich mehr Tage mit starken Temperaturwechseln auf als noch vor 30 Jahren. Die Folge besteht darin, dass die Heizsysteme öfter und unregelmäßiger reagieren. Diejenigen, die sich in ihrem Heizverhalten bislang am Kalender orientiert haben, sollten heute genauer auf das Tageswetter achten. Energieverbrauch steigt durch unvorhersehbares Wetter Sobald die Temperaturen nachts unter zehn Grad fallen, wird in vielen Haushalten zum ersten Mal geheizt selbst dann, wenn es tagsüber noch mild bleibt. Der Energieverbrauch steigt damit nicht gleichmäßig, sondern sprunghaft an. Betroffen sind davon besonders ältere Gebäude mit schlechter Dämmung oder manuell geregelten Heizsystemen.Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft lagen die spezifischen Heizverbräuche im Herbst 2023 über dem Mittel der Vorjahre. Auch der Verbrauch fossiler Brennstoffe blieb trotz milder Gesamtbilanz erhöht. Der Grund dafür liegt vor allem in kurzfristigen Kälteeinbrüche. Diese Unregelmäßigkeiten erschweren nicht nur den Alltag, sie bringen auch Unsicherheit in die Haushaltskasse. Gerade für Familien oder Menschen mit geringem Einkommen kann es daher sinnvoll sein, sich zu ihren saisonalen Ausgaben beraten zu lassen. Diejenigen, die einen Finanzberater in der Nähe finden, können gemeinsam mit diesem individuelle Möglichkeiten entwickeln, um Rücklagen und Energieaufwand besser aufeinander abzustimmen. Verbrauchsverhalten und Komfortanspruch Nicht nur das Wetter beeinflusst den Energieeinsatz, auch der persönliche Umgang damit ist entscheidend. Studien des Umweltbundesamts zeigen beispielsweise, dass die individuelle Wohlfühltemperatur eine große Rolle spielt. Viele Menschen drehen bereits bei 19 Grad Außentemperatur die Heizung auf. In Kombination mit feuchter Luft oder Wind fühlt sich die Wohnung dann kälter an selbst dann, wenn objektiv noch gar kein Heizbedarf besteht.Zusätzlich wird im Herbst wieder mehr Zeit zu Hause verbracht. Die Kochzeiten verlängern sich, es wird mehr geduscht, Licht und Unterhaltungselektronik laufen länger. Der gesamte Energiebedarf verlagert sich also bereits im September zurück in den Innenraum selbst bei noch vergleichsweise moderaten Wetterverhältnissen. Spürbarer Effekt durch kleine Änderungen Diejenigen, die schon frühzeitig auf die witterungsbedingten Besonderheiten des Herbstes reagieren, können dadurch viel erreichen. Laut Empfehlungen der Deutschen Energie-Agentur lassen sich durch korrekt eingestellte Thermostate bis zu sechs Prozent Heizkosten einsparen. Auch das regelmäßige Entlüften von Heizkörpern und das Anpassen der Nachtabsenkung wirken sich positiv aus.Die Dichtungen an Fenstern und Türen zu kontrollieren ist ebenfalls hilfreich. Gerade bei starkem Wind geht durch schlecht isolierte Bereiche unbemerkt schnell viel Energie verloren. Wer sich zudem mit dem eigenen Verbrauch aktiv auseinandersetzt, zum Beispiel mithilfe digitaler Messgeräte, bekommt generell ein besseres Gefühl für die Zusammenhänge zwischen Außentemperatur, Raumklima und tatsächlichem Verbrauch. Flexibilität zahlt sich aus Der Herbst verlangt heute vor allem Anpassungsfähigkeit nicht nur im Hinblick auf die Kleidungsauswahl, sondern auch im Umgang mit Energie. Je unvorhersehbarer das Wetter, desto wichtiger wird ein bewusster Blick auf die eigenen Verbrauchsmuster und die damit verbundene Kostenentwicklung. Es geht nicht darum, auf Komfort zu verzichten, sondern darum, die Ressourcen möglichst sinnvoll einzusetzen.Wer den Energieeinsatz an das reale Wetter statt an Gewohnheiten koppelt, statt sich auf feste Routinen zu verlassen, spart viel Geld und gestaltet gleichzeitig den herbstlichen Alltag wesentlich entspannter.