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Gartenwetter für Deutschland

Ihr Ratgeber für optimale Pflanzenpflege, saisonale Arbeiten und phänologische Beobachtungen im Gartenjahr.

Empfehlung des Monats

Unser Gartentipp

Richtig Kompostieren

Ein Komposthaufen ist die Grundlage eines jeden Gartens. Er bietet nicht nur rund ums Jahr Erde, sondern ist auch besonders nährstoff- und mineralreich. Zudem können dadurch Garten- und Grünabfälle vor Ort kompostiert werden. Wer einen Kompost in seinem Garten anlegen möchte, sollte ein paar Grundregeln beachten. Der Platz ist so zu wählen, dass Nachbarn aufgrund des Geruchs (vor allem im Sommer) nicht gestört werden. Ein schattiger oder zumindest halbschattiger und windgeschützter Platz eignet sich besonders gut. Kompostieranlagen aus Kunststoff, Metall oder schwer verrottbarem Holz werden mittlerweile in fast allen Gartenfachhandeln angeboten. Sie unterstützen durch eine gute Wärmeregulierung den Zersetzungsprozess. Aber auch ein freiliegender Kompost kann angelegt und durch Vlies zeitweise abgedeckt werden. Durch eine kleine Hecke oder Steine grenzt man den Kompost vom übrigen Garten ab. So fällt er auch weniger auf. Ideal sind zwei kleine Komposte anstatt eines großen, denn ist einer voll, so muss er erst einmal ruhen, um neue Erde zu bilden. Außerdem ist wichtig, den Kompost feucht genug zu halten. Dadurch verrotten die Abfälle schneller und Regenwürmer werden vermehrt angelockt. Aber Vorsicht, nicht alles, was nach Grünabfällen aussieht, gehört auf den Kompost. Unkräuter, kranke oder mit Ungeziefer verseuchte Pflanzenteile, Wurzeln, Zigaretten, Tabak und Katzenstreu sind für den Hausmüll und nicht für den heimischen Kompost bestimmt. Bestens geeignet sind dagegen Eierschalen, Tee- und Kaffeesatz, Obst- und Gemüseabfälle aus der Küche sowie Rasenschnitt.

Phänologischer Kalender

Natur im Jahreslauf – August

Phänologischer Kalender für August

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.

Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.

Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.

Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.

Das Gartenlexikon im August

Wissen für Ihren grünen Daumen

Gartenlexikon August: Schattenpflanzen
Ruckszi / AdobeStock

Schattenpflanzen

Sie wachsen oft im Verborgenen oder im Halbschatten. Diese Pflanzen benötigen nur eine Teilmenge des normalen Lichts für die Photosynthese. Charakteristisch für Schattenpflanzen sind dünne und große, aber dunkelgrün gefärbte und damit chlorophyllreiche Blätter. Sie benötigen zudem viel Feuchtigkeit. Typische Schatten liebende Pflanzen sind Farne und Moose sowie Gewächse des tropischen Regenwaldes.