Empfehlung des Monats
Unser Gartentipp
Weinreben im Garten pflegen
Eigener Wein aus dem Garten ist schon etwas Besonderes, wenn man nicht gerade in einem Weinanbaugebiet lebt. Sie sind lecker und nebenher auch noch dekorativ. Vor dem Pflanzen sollte man sich allerdings entscheiden: Esstrauben oder Weintrauben. Die Pflege wiederum ist beiden Arten gemein. Ab Mai/Juni sollte man die Blüten und Fruchtstände regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls Blätter entfernen, damit die Pflanzen genügend Licht bekommt. Über den Sommer hinweg sollte man regelmäßig lange Zweige entfernen. Dadurch geht nicht zu viel Energie in das Wachstum der Pflanzen verloren, sondern kann für die Entwicklung der Trauben verwendet werden. Faulige oder kleine Früchte sollte man entfernen, damit sich die übrigen Früchte bestens entwickeln können. Kurz vor der Lese, sollte man das Laub in dem Bereich, wo die Trauben hängen, vollständig entfernen. Dadurch erhalten die Früchte auf den letzten Metern nochmals ordentlich Wärme und Sonnenschein ab, vor allem die Süße profitiert davon. Nachdem man gelesen hat, sollten die Reben geschnitten werden. Dies kann alternativ aber auch im Spätwinter erfolgen.
Phänologischer Kalender
Natur im Jahreslauf – Juni

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.
Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.
Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.
Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.
Das Gartenlexikon im Juni
Wissen für Ihren grünen Daumen

Balkongärtnerei
Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehören das Gießen und das Düngen. Nicht nur die unterschiedlichen Ansprüche der Pflanzen, auch die Lage des Balkons, das Wachstumsstadium, die Wetterlage, die Zusammensetzung des Substrats und das Material der Pflanzgefäße sind jeweils zu berücksichtigen. Der Balkongärtner sollte darauf achten, dass das Substrat feucht, aber nicht nass ist.