Empfehlung des Monats
Unser Gartentipp
Warum ändern Hortensien ihre Farbe?
Sie blühen rosa, blau, gelb oder weiß. Die Rede ist von Hortensien. Wer in einem Jahr eine blaue Hortensie gekauft hat, kann sie durchaus im nächsten Jahr schon rosa blühen sehen. Die Blüten enthalten den Farbstoff Delphinidin, der vom pH-Wert des Bodens abhängt. Ist der Boden basisch (alkalisch), blüht die Hortensie rot. Durch sauren Boden wird die Blüte blau. Möchte man eine reine Blaufärbung erzielen, werden zudem Aluminiumionen im Boden gebraucht, meist in Form von Alaun oder Aluminiumsulfat. Spezielle Hortensienerde, größtenteils Moorbeeterde, senkt den pH-Wert des Bodens und ermöglicht so ebenfalls eine Blaufärbung der Blüten. Man kann sich somit die Mittel zunutze machen und gezielt jährlich die Blütenfarbe ändern. Eine Ausnahme gibt es aber: Weiße Hortensien bleiben immer weiß!
Phänologischer Kalender
Natur im Jahreslauf – Juni

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.
Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.
Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.
Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.
Das Gartenlexikon im Juni
Wissen für Ihren grünen Daumen

Gurken
Die Pflanzen brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das kann man durch Befeuchten der Umgebung erreichen. Sind die Früchte ungefähr 30 cm lang, werden sie geerntet. Wenn die Triebe der Pflanzen nicht mehr stark genug sind, muss man zusätzlichen Dünger verabreichen. Bei Gurken im Gewächshaus immer auf ausreichende Belüftung achten, aber die Dachbelüftung nur auf der Wind abgewandten Seite öffnen.