
Der Freitag bringt noch einmal den Hitzegipfel, doch schon am Wochenende kippt die Wetterlage. Ob danach wirklich Schluss ist mit dem Hochsommer, ist offen: Das europäische Modell rechnet für kommenden Dienstag mit einem der markantesten Temperaturstürze dieses Sommers, das amerikanische hält die Hitze noch bis zum 20. August fest.
Bis Dienstag: erst Gewitter, dann Beruhigung
Die DWD-Wochenvorhersage der Wettergefahren vom 14. August, 11 Uhr, meldet für Samstag im Norden, in einem Streifen von West nach Ost und im südlichen Bergland einzelne starke Gewitter mit Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel. Dazu bleibt die Wärmebelastung von Südwesten bis Nordosten deutlich spürbar. Am Sonntag verlagert sich der Schwerpunkt in den Südosten, die Wärmebelastung hält sich nur noch im Süden. Für Montag nennt der DWD einzelne kräftige Gewitter im Südosten bei geringer Wahrscheinlichkeit, für Dienstag keine markanten Wettergefahren mehr.
ECMWF und GFS liegen weit auseinander
Danach beginnt die Unsicherheit. Das europäische Modell ECMWF sieht ab dem 16. August eine Umstellung der Großwetterlage und berechnet für den 18. August nur noch 17 Grad im äußersten Norden und 25 Grad im tiefsten Süden – nach bis zu 39 Grad im Westen wäre das ein Bruch von wenigen Tagen. Das amerikanische GFS hält dagegen bis zum 20. August an 28 bis 34 Grad fest, zeitweise nahe 39 Grad, und zeigt um den 23. August erneut Wärme. Die DWD-10-Tage-Vorhersage vom 13. August liegt mit 22 bis 32 Grad dazwischen.
Polarluft trifft auf einen warmen Atlantik
Auslöser ist ein Tief über dem Nordpol, das sich Richtung Grönland und Kanada verlagert. Dort trifft die Kaltluft auf einen deutlich wärmeren Atlantik, neue kräftige Tiefs entstehen und arbeiten sich Richtung Europa vor, wo sie die Hochdruckbrücke aufbrechen. Meteorologe Dominik Jung sieht ab Mitte August mehrere Signale für eine Umstellung Richtung Frühherbst. Flächendeckenden Regen zeigen die Modelle ab dem 18. oder 19. August – nach nur rund 9 Litern pro Quadratmeter bis zum 10. August wäre das dringend nötig. Zum Monatsende deutet sich wieder Hochdruck an.