Föhn an den Alpen: Auf Frostnächte folgen bis 17 Grad im Süden

07. November 2026·08:03 Uhr
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Föhn an den Alpen: Auf Frostnächte folgen bis 17 Grad im Süden

Noch hat das Hoch über Osteuropa Deutschland fest im Griff: In der Nacht zum Sonntag sinken die Temperaturen im Osten örtlich auf minus 5 Grad, dazu kommt dichter Nebel. Doch schon in der neuen Woche dreht der Wind auf Süd. Während im Schwarzwald Dauerregen droht, sorgt Föhn am Alpenrand zur Wochenmitte für bis zu 17 Grad. Im Nordosten bleibt es dagegen grau und kühl.

Wochenende: Nebel und Frost im Osten

Am Samstag und Sonntag bleibt es weitgehend ruhig und trocken, nur im Südwesten ziehen dichtere Wolken durch. Der Deutsche Wetterdienst meldet für den Nordosten, den Osten und Teile des Südostens dichten Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern, der sich vormittags oft nur zögernd auflöst. Eine Unwetterwarnung gibt es nicht. In der Nacht zum Sonntag wird es in der Osthälfte gebietsweise frostig, örtlich bis minus 5 Grad. Autofahrer sollten morgens mit Reifglätte auf Brücken und Nebenstraßen rechnen. Tagsüber erreichen die Temperaturen 5 bis 10 Grad, unter zähem Nebel bleibt es kälter.

Ab Dienstag: Regen im Südwesten, Föhn an den Alpen

Zum Wochenstart dreht die Strömung auf Süd bis Südwest. Am Dienstag regnet es im Südwesten und Süden zeitweise, im Stau des Schwarzwaldes sind laut DWD-Wochenvorhersage der Wettergefahren über 30 Liter pro Quadratmeter nicht ganz ausgeschlossen. Am Mittwoch und Donnerstag setzt am Alpenrand leichter Föhn ein. Der Südwind steigt an der Alpensüdseite auf, verliert dort seine Feuchtigkeit und erwärmt sich beim Absinken auf der Nordseite um rund ein Grad pro 100 Meter. Am Donnerstag erwarten wir am Oberrhein und an den Alpen bis 17 Grad. In Gipfellagen sind Sturmböen aus Süd möglich, Wanderer sollten exponierte Grate meiden.

Große Gegensätze, unsicherer Trend

Der Föhn teilt das Land: Während Garmisch oder Oberstdorf am Donnerstag frühlingshafte Werte melden könnten, kommt an Oder und Neiße unter Nebel kaum mehr als 5 Grad zusammen. Wetterfühlige Menschen spüren Föhnlagen oft durch Kopfschmerzen oder Schlafprobleme. Für die trockenen Böden im Süden ist der Föhn wenig hilfreich, denn die absinkende Luft ist sehr trocken. Nennenswerte Regenmengen fallen vor allem im Schwarzwald und in westlichen Mittelgebirgen. Ab dem 14. November ist die Entwicklung unsicher. Wahrscheinlich wird es tagsüber relativ mild, mit Aufklaren drohen nachts aber wieder leichte Fröste.

Dominik Jung
Über den Autor

Dominik Jung

Diplom-Meteorologe

Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.

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