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Kaltfront im Westen: Modelle uneins über Regen für Dürreböden

15. Oktober 2026·18:03 Uhr
Zuletzt aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
WetterlageWochenendwetter
Kaltfront im Westen: Modelle uneins über Regen für Dürreböden

Am Freitag noch bis 24 Grad im Breisgau, am Sonntag vielerorts kaum mehr als 10: Eine Kaltfront beendet die milde Herbstwoche. Wie viel Regen dabei auf die ausgedörrten Böden im Westen und Südwesten fällt, ist aber offen. Die beiden wichtigsten europäischen Wettermodelle liegen um mehr als das Sechsfache auseinander.

Was am Wochenende feststeht

Hoch FLORIAN zieht nach Osten ab. Der Freitag bringt nach Nebelauflösung noch einmal viel Sonne und 17 bis 22 Grad, am Oberrhein bis 24 Grad. Ab dem Abend greift von Nordwesten eine Kaltfront über, an der See und auf einzelnen Bergen sind stürmische Böen möglich. Am Samstag regnet es vor allem im Westen und Süden, örtlich kräftig und länger anhaltend, der Osten bleibt meist trocken. Die Höchstwerte sinken auf 11 bis 16 Grad, am Sonntag bei auffrischendem Nordostwind auf nur noch 7 bis 13 Grad.

Fünf oder über dreißig Liter

Spannend wird es von Sonntag bis Montagfrüh. Das europäische Modell IFS des EZMW rechnet im Westen mit höchstens 5 Litern pro Quadratmeter, das ICON des Deutschen Wetterdienstes lokal mit mehr als 30 Litern. Das zeigt der DWD in seinem Thema des Tages. Den Unterschied machen unter anderem die Strömung in rund 1,5 Kilometern Höhe und ein kleines Randtief namens IRIMA, das sich am Freitag an der Front nahe Dänemark bilden soll. Wo genau die Front danach hängen bleibt, entscheidet über Nieselregen oder Dauerregen. Wir halten im Südwesten nennenswerte Mengen für möglich, eine verlässliche Zahl lässt sich heute aber nicht nennen.

Für die Böden nur ein Tropfen

Selbst die nasse Variante würde die Dürre nicht beenden. Nach DWD-Angaben vom 12. Oktober sind die Böden für die Jahreszeit weiterhin sehr trocken, im Süden und Osten liegt die Feuchte deutlich unter dem Normalwert. Der Regen der vergangenen Wochen hat die oberen 60 Zentimeter verbreitet nur um rund fünf Prozent der nutzbaren Feldkapazität aufgefüllt. Ab Montag setzt sich wieder Hochdruck mit Sonne nach Nebel und 12 bis 17 Grad durch. Erst ab Mittwoch zieht von Südwesten neuer Regen auf, zum übernächsten Wochenende wird es windiger und wechselhaft.

Dominik Jung
Über den Autor

Dominik Jung

Diplom-Meteorologe

Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.

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