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Oktober-Trend für Deutschland: Sturmrisiko ab der zweiten Woche

30. September 2026·15:08 Uhr
2 Min. Lesezeit
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Oktober-Trend für Deutschland: Sturmrisiko ab der zweiten Woche

Der September verabschiedet sich am Oberrhein noch einmal mit rund 30 Grad, am Donnerstag bringt eine Kaltfront den ersten nennenswerten Regen seit Wochen. Danach behauptet sich der Hochdruck zunächst weiter. Doch ab der zweiten Oktoberwoche deuten die Modelle auf eine kräftige Westströmung mit Sturmböen und einem spürbaren Temperatursturz – nur wie sicher ist das schon?

Donnerstag Regen, danach ruhiges Wochenende

Die Kaltfront des Sturmtiefs EVA südlich von Island erreicht in der Nacht zum Donnerstag die Westhälfte. Wir erwarten dort meist 5 bis 15, örtlich 15 bis 25 und vereinzelt über 30 Liter pro Quadratmeter, dazu einzelne Gewitter; von Baden bis Niedersachsen können örtlich 20 bis 35 Liter in wenigen Stunden zusammenkommen. Im Osten bleibt es mit 21 bis 27 Grad noch sommerlich warm. Am Freitag beruhigt sich die Lage bei 19 bis 23 Grad, in der Nacht zum Samstag bildet sich gebietsweise dichter Nebel. Das Wochenende bringt 18 bis 22 Grad, einzelne Schauer und im süddeutschen Bergland ein geringes Gewitterrisiko.

Ab dem 7. Oktober kippt das Muster

Danach gehen die Modelle auseinander. Das amerikanische GFS hält das Hoch noch bis etwa zum 7. Oktober über Deutschland und rechnet mit 20 bis 25 Grad. Das europäische ECMWF verlagert die Blockade dagegen nach Westen und schickt die Tiefs von Neufundland über Island nach Skandinavien. Setzt sich diese Variante durch, sinken die Höchstwerte zwischen dem 7. und 9. Oktober auf 10 bis 15, örtlich 7 Grad. Für den 9. bis 14. Oktober zeichnet sich eine kräftige Westlage mit stürmischem Wind ab, an exponierten Küsten wären dann auch orkanartige Böen möglich. Sicher ist das nicht: Die Läufe streuen am 14. Oktober noch zwischen 5 und 23 Grad.

Für die Dürre bringt das wenig

Eine Erlösung für die ausgetrockneten Böden ist dieser Umbau nicht. Die Monatsprognosen fallen beim Niederschlag deutlich zu trocken aus, bei der Temperatur sieht NOAA den Oktober im Südwesten bis zu zwei Grad über dem Mittel, das ECMWF rund 0,5 bis 1 Grad. Flächendeckender Landregen ist bis Monatsmitte nicht in Sicht, es bleibt bei Schauern. Zur Einordnung: Der September brachte nach DWD-Bilanz bundesweit knapp 40 Liter pro Quadratmeter und damit rund 34 Prozent weniger als im Mittel 1961 bis 1990, im Saarland waren es nur etwa 3 Liter. Die Grundwasserneubildung startet erneut mit großem Rückstand.

Dominik Jung
Über den Autor

Dominik Jung

Diplom-Meteorologe

Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.

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